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Auf der Suche nach dem Wunderbaren

Wir leben in einem Traum. Die Gesichter treten nacheinander auf die Bühne – das ist die Show des Vielgesichtigen.

Ein „Ich“ geht, ein anderes setzt sich ans Steuer. Der Autopilot funktioniert fehlerfrei. Ein berauschter Reigen, das Karussell beschleunigt sich, der Lärm übertönt das Herz.

Und doch ist der Kern lebendig. Er spürt: All dies ist ein Traum-Schauspiel. Daneben steht ein Wächter – Gewohnheit, Angst, Mechanik. Er bewacht die Ordnung der Bühne, damit die Vorstellung nicht scheitert. Aber die Karte existiert bereits. Das Kreuz ist gesetzt. Das ist kein Ausgang. Es ist ein Eingang. Eine Schwelle. Die Frage ist nur, ob du es wagst, dort zu graben, wo es wehtut.

Mischtechnik auf Leinwand/Furnier/HDF/Kartonage, 2023-2025

Auf der Suche nach dem Wunderbaren

Ich stehe an der Schwelle. Ich weiß nicht, warum ich ausgerechnet hierhergekommen bin, aber etwas ruft mich. Die Luft ist unbewegt, als hielte sie selbst den Atem an. Scheinbar ist alles beim Alten – Wände, Licht, der Geruch von Staub –, aber im Inneren beginnt bereits eine Bewegung. Sie eilt nicht, sie erinnert mich nur daran, dass ich noch am Leben bin. Ich mache einen Schritt. Einen kleinen, fast unmerklichen. Aber mit ihm beginnt alles.

Der Reigen im Inneren

Wer schaut?

Die Show des Vielgesichtigen

Der Reigen im Inneren

Manchmal scheint es mir, als würde ich mich bewegen. In Wirklichkeit stehe ich. Alles um mich herum dreht sich von selbst: Menschen, Gespräche, Gewohnheiten. Ich wiederhole dasselbe wie gestern. Ich drehe mich im Kreis und merke nicht, wann genau ich in diesen Rhythmus eingetreten bin. Ein Reigen im Inneren. Eine mechanische Bewegung, in ihrer Perfektion fast schon schön. Manchmal ist es sogar angenehm, nicht zu denken, sondern sich einfach von der Trägheit treiben zu lassen. Aber irgendwo tiefer wächst die Unruhe: Wer führt diesen Tanz? Und wozu bin ich darin?

Wer schaut?

Manchmal entsteht inmitten dieses Kreislaufs eine Pause. Ein kurzer Riss, in dem alles erstarrt. Ich habe das Gefühl, als würde jemand von innen die Augen einen Spalt öffnen. In meinem Kopf erklingt leise die Frage: Wer schaut? Bin ich es? Oder etwas anderes, das in mir lebt, aber nicht von mir kontrolliert wird? Und ich stehe da und finde keine Antwort. Scheinbar ist alles dasselbe, aber ich bin nicht mehr im Inneren – ich sehe.

Die Show des Vielgesichtigen

Damit beginnt das Seltsame. In mir drinnen ist ein ganzes Theater. Jeder Gedanke, jede Emotion drängt auf die Bühne, um zu reden, sich zu rechtfertigen, zu streiten. Die Show des Vielgesichtigen. All diese „Ichs“ sind so unterschiedlich – selbstsicher, erbärmlich, scharfsinnig, feige. Sie sprechen nacheinander, manchmal im Chor. Ich höre ihnen zu und verstehe nicht, wer der Echte ist. Manchmal möchte ich eingreifen, aber ich habe keine Kraft. Ich schaue einfach zu, wie das Leben sich selbst spielt.

Verflochten

Das verrauschte Antlitz

Verflochten

Und plötzlich sehe ich, dass alles miteinander verbunden ist. Jede Kleinigkeit, jedes Wort – Teil eines Gewebes, in dem alles verflochten ist. Der Blick eines anderen Menschen, ein beiläufiger Satz, eine Handbewegung – alles erweist sich als Fortsetzung ein und desselben Rhythmus. Darin liegt etwas Stilles, Echtes. Und für eine Weile scheint es mir, als hätte ich verstanden, wie die Welt funktioniert. Aber dieses Gefühl vergeht schnell.

Das verrauschte Antlitz

Bald verwandelt sich das Gewebe in Lärm [auch: Rauschen]. Zu viele Verbindungen, zu viel von allem. Die Gedanken summen, die Augen sind müde vom Sehen. Die Welt wird zu einem einzigen Dröhnen, ohne Form und ohne Halt. Ein verrauschtes Antlitz. Ich verliere mich darin. Ich höre, wie durch dieses Rauschen mein eigener Atem dringt, und nur daran erkenne ich, dass ich noch am Leben bin.

Der lebendige Kern

Der Wächter des Traums

Der lebendige Kern

Dann wird plötzlich alles still. Irgendwo unter all dem spüre ich Wärme. Klein, aber lebendig. Sie verlangt keine Aufmerksamkeit, sie ist einfach da. Der lebendige Kern. Es scheint, als hätte all der Lärm nur existiert, damit ich zu ihm durchdringen konnte. Es ist fast Frieden – ohne Gedanken, ohne Erklärungen. Einfach das Gefühl, dass das Leben immer noch weitergeht.

Der Wächter des Traums

Doch hinter der Ruhe liegt eine Schwelle. Und auf ihr steht der Wächter des Traums. Er schweigt. Er sieht mich direkt an, als wüsste er, dass ich nicht vorbeikommen werde, wenn ich Angst habe. Ich verstehe: Kämpfen ist zwecklos. Man muss einfach zurückschauen. Und wenn ich das tue, ändert sich etwas. In seinem Gesicht erkenne ich plötzlich mein eigenes. Und dann macht sich der Schritt ganz von selbst.

Ich bin ein Sklave

Danach lässt sich nichts mehr verbergen. Alles wird klar, fast schon verletzend klar. Ich sehe, wie alles in mir von selbst geschieht: Gedanken, Wünsche, Bewegungen. Sogar das Streben nach Freiheit ist dieselbe Gewohnheit. Ich bin ein Sklave. Aber seltsamerweise gewährt genau dieses Eingeständnis eine Atempause. Als ob ich mich, da ich die Fesseln sehe, zum ersten Mal ein wenig bewegen könnte.

„Ich bin kein Individuum und kein Mensch – ich bin eine Maschine, ich bin ein Sklave.

Eine Maschine, mit der alles geschieht.

Ein Sklave innerer und äußerer Einflüsse.“

– verkündet unauffällig mein nächstes Ich.

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Wir leben in einem Traum. Die Gesichter treten nacheinander auf die Bühne – das ist die Show des Vielgesichtigen.

Ein „Ich“ geht, ein anderes setzt sich ans Steuer. Der Autopilot funktioniert fehlerfrei. Ein berauschter Reigen, das Karussell beschleunigt sich, der Lärm übertönt das Herz.

Und doch ist der Kern lebendig. Er spürt: All dies ist ein Traum-Schauspiel. Daneben steht ein Wächter – Gewohnheit, Angst, Mechanik. Er bewacht die Ordnung der Bühne, damit die Vorstellung nicht scheitert. Aber die Karte existiert bereits. Das Kreuz ist gesetzt. Das ist kein Ausgang. Es ist ein Eingang. Eine Schwelle. Die Frage ist nur, ob du es wagst, dort zu graben, wo es wehtut.

Mischtechnik auf Leinwand/Furnier/HDF/Kartonage, 2023-2025

Auf der Suche nach dem Wunderbaren

Ich stehe an der Schwelle. Ich weiß nicht, warum ich ausgerechnet hierhergekommen bin, aber etwas ruft mich. Die Luft ist unbewegt, als hielte sie selbst den Atem an. Scheinbar ist alles beim Alten – Wände, Licht, der Geruch von Staub –, aber im Inneren beginnt bereits eine Bewegung. Sie eilt nicht, sie erinnert mich nur daran, dass ich noch am Leben bin. Ich mache einen Schritt. Einen kleinen, fast unmerklichen. Aber mit ihm beginnt alles.

Der Reigen im Inneren

Wer schaut?

Die Show des Vielgesichtigen

Der Reigen im Inneren

Manchmal scheint es mir, als würde ich mich bewegen. In Wirklichkeit stehe ich. Alles um mich herum dreht sich von selbst: Menschen, Gespräche, Gewohnheiten. Ich wiederhole dasselbe wie gestern. Ich drehe mich im Kreis und merke nicht, wann genau ich in diesen Rhythmus eingetreten bin. Ein Reigen im Inneren. Eine mechanische Bewegung, in ihrer Perfektion fast schon schön. Manchmal ist es sogar angenehm, nicht zu denken, sondern sich einfach von der Trägheit treiben zu lassen. Aber irgendwo tiefer wächst die Unruhe: Wer führt diesen Tanz? Und wozu bin ich darin?

Wer schaut?

Manchmal entsteht inmitten dieses Kreislaufs eine Pause. Ein kurzer Riss, in dem alles erstarrt. Ich habe das Gefühl, als würde jemand von innen die Augen einen Spalt öffnen. In meinem Kopf erklingt leise die Frage: Wer schaut? Bin ich es? Oder etwas anderes, das in mir lebt, aber nicht von mir kontrolliert wird? Und ich stehe da und finde keine Antwort. Scheinbar ist alles dasselbe, aber ich bin nicht mehr im Inneren – ich sehe.

Die Show des Vielgesichtigen

Damit beginnt das Seltsame. In mir drinnen ist ein ganzes Theater. Jeder Gedanke, jede Emotion drängt auf die Bühne, um zu reden, sich zu rechtfertigen, zu streiten. Die Show des Vielgesichtigen. All diese „Ichs“ sind so unterschiedlich – selbstsicher, erbärmlich, scharfsinnig, feige. Sie sprechen nacheinander, manchmal im Chor. Ich höre ihnen zu und verstehe nicht, wer der Echte ist. Manchmal möchte ich eingreifen, aber ich habe keine Kraft. Ich schaue einfach zu, wie das Leben sich selbst spielt.

Verflochten

Das verrauschte Antlitz

Verflochten

Und plötzlich sehe ich, dass alles miteinander verbunden ist. Jede Kleinigkeit, jedes Wort – Teil eines Gewebes, in dem alles verflochten ist. Der Blick eines anderen Menschen, ein beiläufiger Satz, eine Handbewegung – alles erweist sich als Fortsetzung ein und desselben Rhythmus. Darin liegt etwas Stilles, Echtes. Und für eine Weile scheint es mir, als hätte ich verstanden, wie die Welt funktioniert. Aber dieses Gefühl vergeht schnell.

Das verrauschte Antlitz

Bald verwandelt sich das Gewebe in Lärm [auch: Rauschen]. Zu viele Verbindungen, zu viel von allem. Die Gedanken summen, die Augen sind müde vom Sehen. Die Welt wird zu einem einzigen Dröhnen, ohne Form und ohne Halt. Ein verrauschtes Antlitz. Ich verliere mich darin. Ich höre, wie durch dieses Rauschen mein eigener Atem dringt, und nur daran erkenne ich, dass ich noch am Leben bin.

Der lebendige Kern

Der Wächter des Traums

Der lebendige Kern

Dann wird plötzlich alles still. Irgendwo unter all dem spüre ich Wärme. Klein, aber lebendig. Sie verlangt keine Aufmerksamkeit, sie ist einfach da. Der lebendige Kern. Es scheint, als hätte all der Lärm nur existiert, damit ich zu ihm durchdringen konnte. Es ist fast Frieden – ohne Gedanken, ohne Erklärungen. Einfach das Gefühl, dass das Leben immer noch weitergeht.

Der Wächter des Traums

Doch hinter der Ruhe liegt eine Schwelle. Und auf ihr steht der Wächter des Traums. Er schweigt. Er sieht mich direkt an, als wüsste er, dass ich nicht vorbeikommen werde, wenn ich Angst habe. Ich verstehe: Kämpfen ist zwecklos. Man muss einfach zurückschauen. Und wenn ich das tue, ändert sich etwas. In seinem Gesicht erkenne ich plötzlich mein eigenes. Und dann macht sich der Schritt ganz von selbst.

Ich bin ein Sklave

Danach lässt sich nichts mehr verbergen. Alles wird klar, fast schon verletzend klar. Ich sehe, wie alles in mir von selbst geschieht: Gedanken, Wünsche, Bewegungen. Sogar das Streben nach Freiheit ist dieselbe Gewohnheit. Ich bin ein Sklave. Aber seltsamerweise gewährt genau dieses Eingeständnis eine Atempause. Als ob ich mich, da ich die Fesseln sehe, zum ersten Mal ein wenig bewegen könnte.

„Ich bin kein Individuum und kein Mensch – ich bin eine Maschine, ich bin ein Sklave.

Eine Maschine, mit der alles geschieht.

Ein Sklave innerer und äußerer Einflüsse.“

– verkündet unauffällig mein nächstes Ich.

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Wir leben in einem Traum. Die Gesichter treten nacheinander auf die Bühne – das ist die Show des Vielgesichtigen.

Ein „Ich“ geht, ein anderes setzt sich ans Steuer. Der Autopilot funktioniert fehlerfrei. Ein berauschter Reigen, das Karussell beschleunigt sich, der Lärm übertönt das Herz.

Und doch ist der Kern lebendig. Er spürt: All dies ist ein Traum-Schauspiel. Daneben steht ein Wächter – Gewohnheit, Angst, Mechanik. Er bewacht die Ordnung der Bühne, damit die Vorstellung nicht scheitert. Aber die Karte existiert bereits. Das Kreuz ist gesetzt. Das ist kein Ausgang. Es ist ein Eingang. Eine Schwelle. Die Frage ist nur, ob du es wagst, dort zu graben, wo es wehtut.

Mischtechnik auf Leinwand/Furnier/HDF/Kartonage, 2023-2025

Auf der Suche nach dem Wunderbaren

Ich stehe an der Schwelle. Ich weiß nicht, warum ich ausgerechnet hierhergekommen bin, aber etwas ruft mich. Die Luft ist unbewegt, als hielte sie selbst den Atem an. Scheinbar ist alles beim Alten – Wände, Licht, der Geruch von Staub –, aber im Inneren beginnt bereits eine Bewegung. Sie eilt nicht, sie erinnert mich nur daran, dass ich noch am Leben bin. Ich mache einen Schritt. Einen kleinen, fast unmerklichen. Aber mit ihm beginnt alles.

Der Reigen im Inneren

Wer schaut?

Die Show des Vielgesichtigen

Der Reigen im Inneren

Manchmal scheint es mir, als würde ich mich bewegen. In Wirklichkeit stehe ich. Alles um mich herum dreht sich von selbst: Menschen, Gespräche, Gewohnheiten. Ich wiederhole dasselbe wie gestern. Ich drehe mich im Kreis und merke nicht, wann genau ich in diesen Rhythmus eingetreten bin. Ein Reigen im Inneren. Eine mechanische Bewegung, in ihrer Perfektion fast schon schön. Manchmal ist es sogar angenehm, nicht zu denken, sondern sich einfach von der Trägheit treiben zu lassen. Aber irgendwo tiefer wächst die Unruhe: Wer führt diesen Tanz? Und wozu bin ich darin?

Wer schaut?

Manchmal entsteht inmitten dieses Kreislaufs eine Pause. Ein kurzer Riss, in dem alles erstarrt. Ich habe das Gefühl, als würde jemand von innen die Augen einen Spalt öffnen. In meinem Kopf erklingt leise die Frage: Wer schaut? Bin ich es? Oder etwas anderes, das in mir lebt, aber nicht von mir kontrolliert wird? Und ich stehe da und finde keine Antwort. Scheinbar ist alles dasselbe, aber ich bin nicht mehr im Inneren – ich sehe.

Die Show des Vielgesichtigen

Damit beginnt das Seltsame. In mir drinnen ist ein ganzes Theater. Jeder Gedanke, jede Emotion drängt auf die Bühne, um zu reden, sich zu rechtfertigen, zu streiten. Die Show des Vielgesichtigen. All diese „Ichs“ sind so unterschiedlich – selbstsicher, erbärmlich, scharfsinnig, feige. Sie sprechen nacheinander, manchmal im Chor. Ich höre ihnen zu und verstehe nicht, wer der Echte ist. Manchmal möchte ich eingreifen, aber ich habe keine Kraft. Ich schaue einfach zu, wie das Leben sich selbst spielt.

Verflochten

Das verrauschte Antlitz

Verflochten

Und plötzlich sehe ich, dass alles miteinander verbunden ist. Jede Kleinigkeit, jedes Wort – Teil eines Gewebes, in dem alles verflochten ist. Der Blick eines anderen Menschen, ein beiläufiger Satz, eine Handbewegung – alles erweist sich als Fortsetzung ein und desselben Rhythmus. Darin liegt etwas Stilles, Echtes. Und für eine Weile scheint es mir, als hätte ich verstanden, wie die Welt funktioniert. Aber dieses Gefühl vergeht schnell.

Das verrauschte Antlitz

Bald verwandelt sich das Gewebe in Lärm [auch: Rauschen]. Zu viele Verbindungen, zu viel von allem. Die Gedanken summen, die Augen sind müde vom Sehen. Die Welt wird zu einem einzigen Dröhnen, ohne Form und ohne Halt. Ein verrauschtes Antlitz. Ich verliere mich darin. Ich höre, wie durch dieses Rauschen mein eigener Atem dringt, und nur daran erkenne ich, dass ich noch am Leben bin.

Der lebendige Kern

Der Wächter des Traums

Der lebendige Kern

Dann wird plötzlich alles still. Irgendwo unter all dem spüre ich Wärme. Klein, aber lebendig. Sie verlangt keine Aufmerksamkeit, sie ist einfach da. Der lebendige Kern. Es scheint, als hätte all der Lärm nur existiert, damit ich zu ihm durchdringen konnte. Es ist fast Frieden – ohne Gedanken, ohne Erklärungen. Einfach das Gefühl, dass das Leben immer noch weitergeht.

Der Wächter des Traums

Doch hinter der Ruhe liegt eine Schwelle. Und auf ihr steht der Wächter des Traums. Er schweigt. Er sieht mich direkt an, als wüsste er, dass ich nicht vorbeikommen werde, wenn ich Angst habe. Ich verstehe: Kämpfen ist zwecklos. Man muss einfach zurückschauen. Und wenn ich das tue, ändert sich etwas. In seinem Gesicht erkenne ich plötzlich mein eigenes. Und dann macht sich der Schritt ganz von selbst.

Ich bin ein Sklave

Danach lässt sich nichts mehr verbergen. Alles wird klar, fast schon verletzend klar. Ich sehe, wie alles in mir von selbst geschieht: Gedanken, Wünsche, Bewegungen. Sogar das Streben nach Freiheit ist dieselbe Gewohnheit. Ich bin ein Sklave. Aber seltsamerweise gewährt genau dieses Eingeständnis eine Atempause. Als ob ich mich, da ich die Fesseln sehe, zum ersten Mal ein wenig bewegen könnte.

„Ich bin kein Individuum und kein Mensch – ich bin eine Maschine, ich bin ein Sklave.

Eine Maschine, mit der alles geschieht.

Ein Sklave innerer und äußerer Einflüsse.“

– verkündet unauffällig mein nächstes Ich.

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